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Laufende Arbeiten

Ketabi, Nawid: The relationship between rfid benefits, rfid effects and enabler effects in a JIT environment. A case study, Maastricht University, Prof. Dr. Jannjaap Semeijn, 2007



Abgeschlossene Arbeiten

Krüger, Wiebke: Entwicklung einer Methodik zur Nutzenbewertung von RFID-Technologie in der Inbound-Logistik, Universität Paderborn, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, 2007

 

Die Bewertung der Nutzenpotentiale und die Erbringung des Wirtschaftlichkeitsnachweises stellen gravierende Probleme für den Aufbau einer RFID-Infrastruktur in Unternehmen dar. Klassische Bewertungsmethoden quantifizieren in diesem Fall lediglich einen Teil der Nutzenpotenziale und sind daher ungeeignet. Für diese Arbeit wurden in mehreren Szenarien in Warenannahme und Lager der Automobilindustrie die hier typischen Anwendungsbereiche auf ihre Nutzeneffekte untersucht und diese in Ursache-Wirkungsbeziehungen dargestellt. Kosten und Nutzeneffekte wurden nach verschiedenen Merkmalen klassifiziert und für die Bewertung zusammengestellt. Als wesentliche Nutzeneffekte haben sich zunächst die Effizienzsteigerungen bei manuellen Tätigkeiten, die gesteigerte Prozesssicherheit und später die Verwendung der neu gewonnenen, qualitativ hochwertigen Datenbasis herauskristallisiert.

 

Zur Wirtschaftlichkeitsanalyse von RFID-Investitionen wurde ein gestuftes Modell entwickelt, in dem zunächst auf gängige Weise die Einsparungen durch eine Prozesskostenanalyse identifiziert und gemessen werden. Anschließend werden in der Kapitalwertmethode Einsparungen durch Fehlervermeidung, die ermittelten Kosten und mögliche Umsatzsteigerungen einbezogen. Durch eine Simulation der kritischen Werttreiber wird eine Wahrscheinlichkeitsverteilung des Kapitalwerts erzielt. Im letzten Schritt wird die Entscheidungsflexibilität des Managements durch den Ansatz der Realoptionen bewertet. Zur Berechnung stehen ausgereifte mathematische Methoden aus der Finanzwirtschaft zur Verfügung. Der Realoptionsansatz erweitert den zeitlichen Blickwinkel auf potentielle zukünftige Erweiterungsinvestitionen und bewertet den strategischen Nutzen monetär. Auf diese Weise ist ein pragmatischer Ansatz zur Entscheidungsunterstützung des Managements entstanden, der in das Projekt LogNetAssist einfließen wird.

 

 

 

Weimert, Dennis: Untersuchung von Regelkreismodellen zur Klärung, ob und wie eine RFID-Unterstützung inklusiv eines Assistenzsystems in der Kältefabrik Giengen von Nutzen ist, Fachhochschule Neu Ulm, Lehrstuhl Logistik und Controlling, 2006

 

Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Materialversorgung des im Projekt LogNetAssist involvierten Werks Giengen der Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH analysiert. Nach einer Bestandsaufnahme und Darstellung der heutigen Prozessabläufe wurde untersucht, ob und wie der Einsatz von RFID-Technologie für diese Prozesse technisch möglich ist, bzw. wie die Prozesse und Strukturen hierfür umzugestalten sind. Für die erarbeiteten neuen Prozessabläufe der drei hierbei identifizierten Szenarien wurden schließlich Nutzenpotentiale in Form von erwarteten Zeiteinsparungen durch die RFID-Unterstützung ermittelt und den bei einer Realisierung anfallenden Investitions- und laufenden jährlichen Kosten gegenüber gestellt. Auf Basis dieser Kosten-Nutzen Analyse konnte somit das vorteilhafteste Szenario für die Einführung einer RFID-Unterstützung im Werk Giengen ermittelt werden, für das die Amortisationszeit bei 1,5 Jahren liegt. Gleichzeitig konnten andere Szenarien ausgeschlossen werden, die nach heutigem Stand der Technik nicht wirtschaftlich gewesen wären.

 

 

 

Pravidur, Zdravko: Analyse von Einsatzmöglichkeiten der RFID-Technologie in Logistikprozessen und Synthese eines Kosten-Nutzen Modells, Hochschule Reutlingen, Fakultät Produktionsmanagement, 2007

 

Das Ziel dieser Arbeit bestand in der Entwicklung eines Vorgehensmodells zur allgemeinen Kosten-Nutzen-Bewertung von RFID-Projekten. Diese basierte auf einer umfassenden Literaturrecherche, Fachmessebesuchen und einer praktischen Untersuchung anhand des zu realisierenden Szenarios bei der Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH. Die ermittelten Verfahren wurden bewertet und eine für die Besonderheiten von RFID-Investitionen angepasste Variante entwickelt. Hiermit wurde nochmals die Verifizierung der Wirtschaftlichkeit des bei BSH für die Pilotierung ausgewählten Szenarios durchgeführt.